Ein Segen sein…Von meiner Erfahrung in Kambodscha

Andere segnen und einen Unterschied machen. Der Armut ein Ende bereiten, Bildung weitergeben und Hoffnung auf eine bessere Zukunft geben, anpacken wo keine Hilfe da ist, gebrochene Herzen heilen und andere aufheitern, die Not sehen und ihr mit aufrichtigem Herzen begegnen.
Das geben, was mir widerfahren ist. Liebe und Freiheit.
Ich kenne jemanden, der für meine Existenz verantwortlich ist, mich liebt unabhängig von dem wie ich mich fühle oder was ich tue, denn mein Wert bei IHM hängt nicht von meinen Taten ab. Ich habe Freiheit in IHM, muss niemandem etwas beweisen, brauche nicht dem Druck dieser Welt standhalten. Bin von der Last befreit mein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Das begeistert mich und das sollte meine Botschaft sein.
Ich hatte nur einige Wochen Zeit andere damit anzustecken und ohne vielleicht eine Veränderung in meinem Umfeld zu sehen wieder wegzufahren. Es liegt auf der Hand, dass Beziehungen dafür der Schlüssel ist. Ich möchte den Menschen dort begegnen, wo sie sind, so wie es Jesus mir vorgelebt hat. Vielleicht nicht ganz so einfach umzusetzen, wenn man einer völlig anderen Kultur begegnet.
Ich beginne automatisch mit vergleichen. Neben materiellen Unterschieden gibt es eine große Not an qualifizierter Ausbildung in unterschiedlichen Bereichen. Selbst die Chance darauf ist nur Wenigen gegeben. Genau hier kann angepackt werden und ich kann das weitergeben, was ich gelernt habe. Und das öffnet mir die Tür zu den Herzen der Menschen. Vertrauen kommt aber nicht automatisch. Ich will eine Freundin sein, nicht jemanden therapieren oder von einem besseren Leben erzählen. Niemandem etwas vormachen, sondern authentisch sein, so wie Gott mich geschaffen hat und andere anspornen nach der eigenen Identität in IHM zu suchen, weil ER soviel mehr für jeden hat. Mit dem Ziel ein Segen zu sein losgefahren und mit der Tatsache bereichert worden, dass ich viel mehr Segen zurück erhalten habe. Begeistert von der Gastfreundlichkeit, die ich überall empfangen durfte und der Offenheit und Bereitschaft mich einzuladen, mir die Kultur vorzuleben und mit Menschen in Verbindung zu bringen, kann ich sagen, dass ich dazugelernt habe und ganz viele neue Vorbilder habe, denen eigentlich ich ein Licht sein wollte. Lernen zu teilen oder mir einfach etwas ausgeben lassen, meine Anliegen mitteilen und den anderen wissen lassen, dass wir gemeinsam auf dem Weg gehen und füreinander da sind. Ich möchte nicht höher von mir denken, weil ich aus einem anderen Land komme oder erfahrener in manchen Dingen bin. Ich möchte von allen lernen, denn wir alle sind Geschöpfe Gottes, geschaffen in seinem Ebenbild. Niemand verdient es als Objekt behandelt zu werden, sondern aus Gottes Augen gesehen zu werden, denn mein Wert bei IHM ist auch unabhängig von allem was ich habe. Dann muss ich mich natürlich fragen, ob ich nicht besser jederzeit bereit bin eine Freundin zu sein, anstatt nur zu den Missionszeiten und ob ich nicht zu mehr zu tun bereit bin als nur zudem was erwartet wird. Das Maß von allem soll Jesus sein.
Frage ich Gott danach mir mehr zu zeigen und mein Leben zu verändern wird ER mir die Augen öffnen und mir die Schätze zeigen, die in anderen verborgen sind. Denke ich darüber nach, wie ich meinen Schöpfer sehe, komme ich aus dem Staunen nicht heraus. Soviel mehr zu entdecken. Wie ich IHN sehe entscheidet also auch darüber wie ich andere sehe.

Ein Gedanke zu „Ein Segen sein…Von meiner Erfahrung in Kambodscha

  1. Es ist so toll zu lesen und ich hätte es nicht besser schreiben können. Danke für alles, was du in uns, in mich persönlich investiert hast. Danke, dass ich dich kennen darf🙂

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